Willkommen beim NABU Wittighausen

Aktuelles

Einzug ins Insektenhotel

Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
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Frühling

Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
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Schleiereule

Foto: J. Hönninger
Foto: J. Hönninger
Foto: J. Hönninger
Foto: J. Hönninger

Bei der Auffangstation Greifvogel- und Eulenhilfe Würzburg werden immer wieder verletzte und schwache Greifvögel und Eulen abgegeben. Die Auffangstation versorgt die Vögel medizinisch und pflegt sie gesund mit dem Ziel, sie möglichst schnell wieder in ihre gewohnte Freiheit zu entlassen. Zur Wiederauswilderung werden geeignete Standorte mit entsprechenden Vorrichtungen gesucht, die eine Begleitung der Vögel auf dem Weg zurück in die Freiheit in den ersten Tagen ermöglichen.  So haben die Würzburger Vogelfreunde eine Schleiereule in den letzten Wochen gesund gepflegt und aufgepäppelt und waren auf der Suche nach einer Auswilderungsstelle. Karin Schäfer und Andreas Edelmann, beide ausgebildete Falkner aus Oberwittighausen, arbeiten schon seit Jahren mit der Greifvogel- und Eulenhilfe zusammen und haben in dem Kirchturm in Unterwittighausen eine geeignete Möglichkeit gesehen. Denn dort hat die NABU Gruppe Wittighausen schon vor über 30 Jahren eine Nistmöglichkeit für Eulen geschaffen. In früheren Jahren haben dort auch regelmäßig Schleiereulen und später auch Turmfalken gebrütet und ihre Jungen großgezogen. Nachdem sich vor 2 Jahren Tauben eingenistet hatten, wurde der Zugang kurzer Hand verwehrt. Am Samstag, den 17.04.2021 hat Frau Schäfer nun die Schleiereule in Würzburg abgeholt und in der Vorrichtung im Kirchturm einquartiert. Zur langsamen Eingewöhnung wird die Ausflugsluke erst nach 3 Tagen geöffnet. Die Fütterung in dieser kurzen Zeit übernimmt die NABU-Gruppe Wittighausen. Ob der Schleiereule ihr neues Zuhause so gut gefällt, dass sie hier eine Familien gründen und ihren Nachwuchs aufziehen will, bleibt abzuwarten, wenn sich nach 3 Tagen der Weg in die Freiheit endgültig öffnet. Zunächst fremdelte die Eule ein wenig, dann zeigte sie aber ihre ganze Schönheit, wie auf den Bildern zu sehen ist.

Die Schleiereule im Kirchturm ist erfolgreich ausgewildert. Nach der 3-tägigen Fütterung hat sie den Weg in die Freiheit gewählt.

Eichenprozessionsspinner

Foto: J. Hönninger
Foto: J. Hönninger
Foto: J. Hönninger
Foto: J. Hönninger

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in den letzten Jahren durch die Klimaerwärmung immer weiter aus. Der Falter legt seine Eier vornehmlich auf freistehenden Eichen ab. Die sich daraus im Larvenstadium entwickelnden Raupen „marschieren“ in Reih und Glied den Eichenstamm hoch (wie in einer Prozession, daher auch der Name). Die Haare der Raupe lösen starke giftige Reaktionen bei den Menschen aus. Die Haare sind fast unsichtbar und lösen bei Berührung toxische Symptome aus. Sie dringen leicht in unsere Haut und Schleimhaut ein und führen zu Quaddeln und Hautentzündungen, sowie zu schmerzhaftem Husten bis zu Asthmareaktionen. Zur Verpuppung sammeln sich die Raupen in Gespinsten am Baum. Die zurückbleibende Hülle mit den Brennhaaren kann auch im Spätherbst und Winter noch zu toxischen Reaktionen führen. Menschen sollten sich von den Gespinsten fernhalten und Berührungen vermeiden.

 

Im späten Frühjahr 2020 traten auch in Wittighausen am Radweg zwischen dem Eiskeller und der Kläranlage an frei stehenden Eichen mehrere Eichenprozessionsspinnervorkommen auf. Um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, hat die Feuerwehr Wittighausen die Gespinste fachgerecht entfernt. Da jedoch davon auszugehen ist, dass auch in diesem Jahr der Eichenprozessionsspinner wieder auftritt, hat die NABU Gruppe jetzt 5 Nistkästen an den besagten Eichen am Radweg aufgehängt. Höhlenbrüter wie Kohl- und Blaumeise nehmen diese Nistmöglichkeit gerne an. Zur Aufzucht Ihres Nachwuchses (i.d.R. 10-12 Jungvögel) benötigt ein Meisenpaar zwischen 7000 und 8000 Raupen. Sehr gerne fressen sie auch die Raupen des Eichenprozessionsspinners, deren Haare im frühen Stadium noch kein Gift enthalten. Die Universität Wageningen hat auch erforscht, dass die Kohlmeisen eine Art und Weise gefunden haben, um die Brandhaare vor dem Fressen zu entfernen und somit auch Larven im Endstadium fressen. Mit der Nistkastenaktion will die NABU-Gruppe die Meisen als natürliche Gegenspieler der Falter fördern und hofft, dass sich wieder ein biologisches  Gleichgewicht zwischen Falter und Vogelwelt einstellt. Die ausgewachsenen Falter werden auch sehr gerne vom Kuckuck und dem Wiedehopf gefressen.   

Kehlchen

Foto: NABU
Foto: NABU
Foto: NABU
Foto: NABU

Foto: NABU
Foto: NABU

Neben dem bekannten Rotkehlchen sind seit Anfang April die in unserer Gegend eher seltenen Zugvögel Blaukehlchen, Schwarzkehlchen und Braunkehlchen zurück am Ried. Durch das Ausbreiten der Schilffläche in den letzten Jahren finden die 3 Kehlchenarten hier  optimale Brutbedingungen im geschützten Dickicht des Schilfes. Die Schilf- und Rohrkolbenhalme am Ried dienen als Sitzwarte zum Vortrag ihres Gesanges.  Als Nahrung für sich und den Nachwuchs dienen Insekten, Spinnen und Larven. 



Krötenzaunbetreuung in Unterwittighausen und Vilchband

Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer

Wie im letzten Jahr werden auch heuer wieder zwei Krötenzäune auf unserem Gemeindegebiet aufgebaut und zwar in Vilchband an der Kreisstraße nach Messelhausen in Höhe des Sees und in Unterwittighausen an der Kreisstraße nach Bütthard in Höhe des Rieds. Je nach  Wetterlage werden die Zäune  in nächster Zeit gestellt. Es werden wieder Helfer für Unterwittighausen und für Vilchband  gesucht, die morgens den Krötenzaun abgehen, die Kröten aus den Eimern nehmen und sicher über die Straße bringen. Alle die, die Interesse haben, einen oder mehrere Tage zu übernehmen, melden sich bitte bei Herrn Hermann Michel (Tel. 224) oder bei Herrn Martin Neckermann (Tel. 1213) zwecks der Einteilung. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, feste Wochentage für die 4 bis 5 Wochen der Krötenwanderung einzuteilen. Für unsere Statistik wollen wir wieder die Kröten zählen. Zählhilfen bzw. Listen werden zur Verfügung gestellt. Alle neuen Helfer werden selbstverständlich in die Thematik eingewiesen. Wir wollen uns jetzt schon bei allen Helfern bedanken. Sie tragen nicht nur zum Naturschutz bei, sondern vor allem auch der Sicherheit des Straßenverkehrs. Unsere Landesregierung ist es ein großes Anliegen auch in Zeiten von Corona, dass durch das Stellen der Zäune die Sicherheit des Straßenverkehrs gewährleistet wird. Selbstverständlich sind bei der Krötenaktion die geltenden Corona-Regeln einzuhalten.


Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
Foto: G. Auernhammer
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